Nasenkorrektur (Rhinoplastik)24

Nasenkorrektur (Rhinoplastik)


Nasenkorrektur (Rhinoplastik)

Die Nasenkorrektur (Rhinoplastik) ist eine Operation, die die äußere Form der Nase verändert. Sie kann die Nase verkleinern oder vergrößern, kann die Form des Nasenrückens sowie des -eingangs mit den Nasenflügeln und den -löchern verändern. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Länge der Nase und den Winkel zwischen Nase und Oberlippe zu korrigieren. Der Eingriff wird vorwiegend aus ästhetischen Gründen zur Harmonisierung der Nase und des gesamten Gesichts (Ästhetische Rhinoplastik) oder zur Funktionsverbesserung der Nasenatmung (Funktionelle Rhinoplastik) sowie nach Geburtsdefekten wie Gesichtsspalten, Unfällen (Rekonstruktive Rhinoplastik) durchgeführt. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit der Nase zu erhalten oder zu verbessern.

 

Wann ist eine Rhinoplastik für mich das Richtige?

 

Die Nase ist sehr prägend für die äußere Erscheinung. Auffälligkeiten wie Schiefstellung, Höckerbildung und andere Formdefekte sind entscheidend für den Gesamtausdruck der Person. Der Idealkandidat für die Rhinoplastik möchte eine Verbesserung des Erscheinungsbildes, er möchte eine normale, harmonisch in sein Gesicht passende Nasenform haben. Für ihn bedeutet eine Operation eine Normalisierung und keine Perfektion.

 

Wann sollte ich mich besser nicht für eine Rhinoplastik entscheiden?

 

Der ideale Patient ist zwischen 16 und 60 Jahre alt. Er ist gesund, psychisch stabil und überbewertet die Formveränderung seiner Nase nicht in ihren Auswirkungen auf sein Leben. Bei älteren Menschen über 60 Jahren ist eine Nasenkorrektur nicht mehr ratsam. Die Hautelastizität hat bereits sehr nachgelassen. Deswegen besteht zwischen Haut und den unterliegenden Knochen sowie den Knorpelstrukturen kein so inniger Kontakt mehr. Eine Neuformung des Knorpel-und Knochengerüsts würde nicht immer zu den gewünschten Ergebnissen führen. Ein weiterer Punkt ist die psychische Disposition des Patienten. Generell gilt, dass Menschen die Fehlform ihrer Nase nicht unangemessen überbewerten und realistische Vorstellung vom Ergebnis und der sicherlich vorhandenen Steigerung der Lebensqualität haben. Ein Patient, der eine kleine Veränderung seiner Nase mit großer und langhaltender psychischer Verstimmung beantwortet, ist sicherlich kein guter Kandidat.

 

Was kann ich mit einer Rhinoplastik erreichen?

 

Das Ziel einer guten Rhinoplastik muss sein, dass der Blick des Betrachters nicht wie bisher an einer dominanten, unregelmäßigen Nase hängen bleibt, sondern die Augen des Gegenüber als Erstes und Wichtigstes wahrnimmt.

 

Dieses Ziel wird in der Regel bei richtiger Indikationsstellung durch einen erfahrenen Operateur mit großer Sicherheit erreicht. Der Gewinn an Lebensfreude, Glück und einem Selbstbild, mit dem der Patient zufrieden ist, ist in aller Regel ganz erheblich und oftmals lebensverändernd für den Patienten. Dies macht die Rhinoplastik zu einem der erfreulichsten Eingriffe in der ästhetischen Gesichtschirurgie.

 

Was passiert bei der Operation genau?

 

Wichtig sind im Vorfeld der Operation mehrere Beratungsgespräche mit dem Chirurgen. Hier gilt zu klären, was der Patient wünscht, ob seine Erwartungen realistisch sind, und vor allem, was der Arzt für gestalterisch sinnvoll und technisch machbar hält. Dies hängt von vielen Faktoren ab: Nicht jede Nasenform passt zu jedem Gesichtsschnitt, zu jeder Körpergröße.

 

In Abhängigkeit vom individuellen Befund wird bei der Operation immer das knorpelige Nasenskelett verändert, meist auch die knöchernen Nasenstrukturen. Um an diese heranzukommen, wird die Schleimhaut beziehungsweise die Haut des Nasenrückens abgelöst. Die Zugangsschnitte befinden sich unsichtbar im Naseneingang. Von dort aus hat der Chirurg einen guten Überblick in das Nasenskelett.

 

In seltenen schwierigen Fällen wie Nasendeformitäten im Rahmen von Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten sowie bei mehrfach voroperierten Nasen, ist ein winziger Schnitt durch den äußeren Nasensteg erforderlich, der dann auch eine Zeit lang sichtbar ist. In der Regel ist die geschlossene Rhinoplastik -das heißt Zugang nur vom Naseninneren aus -völlig ausreichend. Dabei kann die Nasenscheidewand geradegestellt und verkürzt werden, Teile der so genannten Flügelknorpel werden entfernt, um die Nasenspitze zu korrigieren. Manchmal ist dazu eine Knorpeltransplantation aus den so genannten Flügelknorpeln, selten aus dem Ohrknorpelbereich nötig. Bei plastischen Operationen am Nasenrücken wird der gesamte Hautmantel vom Knochen und Knorpelgerüst gelöst, dann können mit speziellen Mikromeißeln Höcker abgetragen werden. Der Nasenrücken wird begradigt, und durch Einpflanzen von glättenden Knorpeltransplantaten werden Konturen in die richtige Form gebracht. Oftmals muss jedoch das gesamte Knochengerüst zu einer gesamten harmonischen Form zusammengestellt werden. Dabei wird die Hautumhüllung der gesamten Nase angehoben und neu geformt.

 

Wird der Eingriff ambulant durchgeführt oder ist ein Klinikaufenthalt erforderlich?

 

Nach einer Vollnarkose -und insbesondere wenn die Nase mit einer Schaumstofftamponade ausgestopft ist -empfiehlt sich ein kurzer Klinikaufenthalt, zumindest für eine Nacht, oder solange die Tamponade in der Nase verbleiben soll. Erfolgt der Eingriff im gut ausgerüsteten Operationssaal eines erfahrenen Nasenoperateurs, kann je nach Ausmaß des Eingriffs und Zustand des Patienten auch gefahrlos eine ambulante Operation erfolgen.

 

Erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose?

 

Kleinere Eingriffe an der Nasenspitze können in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Bei umfangreicheren Operationen empfiehlt der Arzt eine Vollnarkose, weil hier eine gezielte Blutdrucksenkung möglich ist. Diese Maßnahme hat zum Ziel, die Blutung während der Operation so zu verringern, dass der Operateur immer gute Übersicht über das Operationsgebiet hat und somit der Eingriff schneller und exakter erfolgen kann.

 

Wie bereite ich mich am besten auf die Operation vor?

 

Nach Abschluss der Vorgespräche und Festlegung des operativen Vorgehens wird durch den Hausarzt die Operations-und Narkosefähigkeit untersucht. Diese Befunde sollten zur letzten Besprechung, in der die Operations-Aufklärung und die Fotodokumentation erfolgt, vorliegen.

 

In den letzten zehn Tagen vor dem Eingriff darf der Patient keine aspirinhaltigen Medikamente und kein Vitamin E einnehmen. Bei einer Einnahme von dauerhaft gerinnungshemmenden Medikamenten wie Acetylsalicylsäure oder Marcumar, muss mit dem Hausarzt oder Kardiologen die geeignete Strategie zum Absetzen des Medikaments rund um die Operation besprochen werden.

 

Ausgiebiges Sonnenbaden sollte in der letzten Woche vor der Operation unterbleiben. Wichtig ist, dass Sie darauf vorbereitet sind, dass Sie in den ersten Tagen nach der Rhinoplastik nicht Ihre üblichen Haushaltsaufgaben bewältigen können. Sie sollten also beispielsweise im Vorfeld so einkaufen, dass Sie die ersten Tage nach der Operation keine schweren Tüten tragen müssen.

 

Was muss ich nach einer Rhinoplastik beachten?

 

Nach Ihrer Entlassung aus der Praxis oder der Klinik muss in den darauf folgenden Tagen regelmäßig die Nase abgesaugt werden. Dies ist für den Patienten erleichternd, da naturgemäß die Nasenatmung nach einer Rhinoplastik oft erheblich reduziert ist. Etwa am dritten oder vierten Tag sollte oftmals der Gips bereits gewechselt werden, da er durch das Abschwellen der Nase schnell locker wird. Bei einer Tamponade wird diese am ersten oder zweiten Tag nach dem Eingriff gezogen. In der Regel wird der Nasengips etwa zehn bis 14 Tage getragen, danach ist ein weiterer Pflasterverband für eine Woche oder länger nötig.

 

Nach ausgedehnteren Operationen sollte der Nasenrücken in den ersten sechs bis acht Wochen nachts noch gepflastert werden.

 

Größere Blutdrucksteigerungen sind in der ersten Woche zu vermeiden, das bedeutet, keine heißen Duschen, sich die Haare nicht über Kopf zu waschen oder körperliche Anstrengungen wie auch sexueller Art vermeiden. In den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff werden Sie die meiste Zeit liegen, am Tag nach der Operation können und sollen kleinere Spaziergänge unternommen werden. Die Bewegung fördert den venösen Abstrom und damit die Abschwellung der Nase. Wichtig ist auch die Kühlung der Nase, auch das beschleunigt das Abschwellen. Die meisten Patienten fühlen sich bereits nach drei bis vier Tagen wieder ganz wohl, obwohl noch leichte Schwellungen und kleinere Blutergüsse bestehen können und die Nasenatmung noch behindert ist. Nach etwa ein bis zwei Wochen sieht man Ihnen nicht mehr an, dass Sie eine Operation hatten. Die Wundheilung wird jedoch ein halbes bis ganzes Jahr dauern. In dieser Zeit kann es immer wieder kleine Veränderungen wie Schwellungen über der Nasenspitze geben. Dagegen hilft ein nächtlicher Pflasterverband.

 

Welche Risiken gehe ich bei einer Rhinoplastik ein?

 

Erfreulicherweise ist die Rhinoplastik ein Eingriff, bei dem schwere Komplikationen die absolute Ausnahme sind, lebensbedrohliche sind nahezu ausgeschlossen. Gesundheitsgefährdend kann jedoch eine Blutung oder Nachblutung sein, die während der Operation, sofort in den ersten Stunden danach bis hin zu zehn Tagen nach dem Eingriff auftreten kann. Manchmal kann eine erneute Tamponade der Nase nötig werden. Im Ausnahmefall ist eine mehrtägige stationäre Beobachtung notwendig, um nicht das ästhetische Ergebnis der Operation zu gefährden.

 

In der Regel wird das ästhetische Ziel der Operation erreicht, kleinere Unregelmäßigkeiten der Nasenform fallen dem kritischen Blick des Patienten mehr auf als seiner Umwelt. Vermieden werden diese Fehler durch eine engmaschige Kontrolle und Therapie beispielsweise durch Pflasterzügelverbände in der gesamten Heilungsphase.

 

Muss ich später noch mal zum Arzt?

 

Die direkte Nachpflege ist etwa drei Wochen nach dem Eingriff beendet. Danach können jedoch immer noch leichte Schwellungen im Bereich des Nasenrückens bestehen, die sich sehr langsam zurückbilden. Daher können weitere Kontrollen durch den Chirurgen nötig sein. Darüber hinaus werden in der Regel nach einem halben Jahr oder einem Jahr noch einmal Fotos vom Operations-Ergebnis gefertigt, da nach einem Jahr sämtliche heilungsbedingten Veränderungen abgeklungen sein sollten.

 

Kann eine Rhinoplastik rückgängig gemacht werden?

 

Für den Fall, dass der Patient mit dem Operationsergebnis nicht zufrieden ist, besteht selbstverständlich die Möglichkeit von Nachkorrekturen. Diese sollten jedoch frühestens ein Jahr nach dem letzten Eingriff erfolgen.

 

Kann (oder sollte) ich eine Rhinoplastik auch mehrmals machen lassen?

 

Ganz selten sind kleinere Nachkorrekturen von Unregelmäßigkeiten und Asymmetrien notwendig. Sie können meistens ambulant und in örtlicher Betäubung erfolgen. Noch seltener ist eine Nachoperation notwendig. Tritt dieser Fall ein, geschieht dies frühestens nach einem halben bis einem Jahr, da es wichtig ist, die physiologischen Heilungs-und Vernarbungsprozesse abzuwarten.

 

Im Regelfall bringt bei rein kosmetischen Rhinoplastiken die Erstoperation das gewünschte Ergebnis. Anders kann es bei Rekonstruktionen nach unfallbedingten Veränderungen der Nase aussehen. Hier ist manchmal bereits mehr als ein Eingriff geplant.

 

OP-Dauer: 2 bis 3 Stunden
Narkoseart: Vollnarkose
Aufenthalt: 1 Nacht stationär
Nachbehandlung: Nasengips, körperliche Schonung
Arbeitsfähig: nach ca. 2 Wochen
Sport: nach 6 bis 8 Wochen

 

Wir führen die Nasenkorrektur im Raum Mainz, Wiesbaden, Frankfurt, Nürnberg, Koblenz und Köln durch.